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Tabakkäfer

Lasioderma serricorne

Seitenansicht des Tabakkäfers – die typische Antennenform ist gut erkennbar
Von oben betrachtet ist der Kopf nicht sichtbar

Aussehen

Der Tabakkäfer (Lasioderma serricorne) erreicht lediglich eine Körperlänge von rund vier Millimetern. Die Körperfärbung variiert zwischen braungelb bis braunrot. Der Kopf wird vom Halsschild überdeckt, so wie dies auch bei den anderen Arten aus der Familie der Nagekäfer üblich ist. Um die Art eindeutig von den sehr ähnlichen aussehenden Brotkäfern oder Gemeinen Nagekäfern unterscheiden zu können ist ein gutes Mikroskop Voraussetzung. Nur so erkennt man die charakteristische Antennenform - der Insektenkundler spricht hier von sog. "gesägten Antennen". Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man die Bestimmung derartig kleiner, brauner Käfer daher am besten einem Fachmann überlassen.

Lebensweise

Wie der Name bereits andeutet, ist diese Käferart in der Lage sich in Tabak zu entwickeln. Das in Tabak enthaltene Nikotin schadet den Larven nicht, da es von speziellen Mikroorganismen, die im Darm der Larven leben, abgebaut wird. Daneben werden aber auch alle möglichen Arten von getrockneten Vorräten befallen wie zum Beispiel Getreideprodukte, Tees, getrocknete Kräuter, Gewürze oder Trockenfrüchte. Bei einer Temperatur von 25°C beträgt der komplette Entwicklungszyklus nur zwei Monate. Bei Temperaturen unter 10°C können die Tiere nur kurz überleben.

Vorkommen

Diese Vorratsschädlinge sind weltweit verbreitet. Ihre Empfindlichkeit gegenüber niedrigen Temperaturen deutet aber darauf hin, dass sie ursprünglich aus den Tropen stammen. In Mitteleuropa beschränkt sich ihr Vorkommen daher auf lebensmittelverarbeitende Betriebe, Warenhäuser oder Vorratslager.

Wie kann man sich vor Befall schützen?

Da die Art verschiedene pflanzliche oder tierische Produkte befallen kann, lässt es sich nicht vermeiden dass dieser Vorratsschädling mit befallenen Nahrungsmitteln oder auch Tiernahrung unbemerkt ins Haus kommt. Besonders vorsichtig sollte man mit Gewürzen oder Tees sein, die man im Urlaub in den Tropen erworben hat. Das gleiche gilt natürlich auch für Zigarren, die man sich als Urlaubs-Andenken mitgebracht hat. Je eher man einen Befall feststellt, desto geringer ist das Risiko dass sich diese Vorratsschädlinge weiter verbreiten können.

Welche Probleme verursachen diese Schädlinge?

Diese Käferart ist zum einen ein Vorratsschädling, der eine Vielzahl von Nahrungsmitteln befallen kann. Befallene Vorräte sollten sofort vernichtet werden um eine weitere Ausbreitung der Käfer zu stoppen. Große materielle Schäden kann der Tabakkäfer vor allem in Zigarrenmanufakturen anrichten. Das gleiche gilt natürlich auch für den Handel mit Zigarren.

Wie kann man diese Schädlinge am besten bekämpfen?

Egal ob ein Befall in Privathäusern, Warenhäusern oder Lebensmittelbetrieben auftritt. Zunächst muss die Ursache für den Befall gesucht werden. Sehr hilfreich ist dabei der Einsatz von speziellen Lockstofffallen. Welche Fallen sich eignen erfahren Sie von Schädlingsbekämpfungsunternehmen, die dem Deutschen Schädlingsbekämpfer Verband (DSV) oder dem Verein zur Förderung ökologischer Schädlingsbekämpfung (VföS) angehören. Die Mitglieder dieser beiden Verbände, verfügen über die notwendige Erfahrung und wissen wie man Tabakkäfer am besten nachweisen und bekämpfen kann.