Sie sind hier: Start > Für Verbraucher > Schädlingsverzeichnis > Schädlinge O-Z > Rote Vogelmilbe

Rote Vogelmilbe

Dermanyssus gallinae

Die Rote Vogelmilbe besitzt acht Beine
Eine Rote Vogelmilbe von unten betrachtet

Aussehen

Die Rote Vogelmilbe (Dermanyssus gallinae) hat einen eiförmigen Körper, acht Beine und spitze Mundwerkzeuge, mit denen sie die Haut von Vögeln und Säugetieren durchdringen kann um Blut zu saugen. Hungrige Tiere sind nicht einmal einen Millimeter lang. Haben sie sich aber mit Blut vollgesaugt, dann können sie eine Länge von 2 mm erreichen. Nachdem sie Blut aufgenommen haben zeigen die sonst relativ farblosen Milben eine rötliche Färbung.

Lebensweise

Die Rote Vogelmilbe lebt als blutsaugender Parasit in den Nestern vieler Vogelarten. Regelmäßig kommen diese Schädlinge zum Beispiel in den Nestern von Spatzen und anderen Singvögeln vor. Die Milben saugen vor allem nachts Blut. Tagsüber verstecken sie sich im Vogelnest oder in dessen Nähe. In ihren Verstecken legen die Parasiten auch ihre mikroskopisch kleinen Eier ab. Unter optimalen Bedingungen dauert die komplette Entwicklung von der Eiablage bis zur erwachsenen Milbe lediglich eine Woche.

Vorkommen

Die Rote Vogelmilbe ist weltweit verbreitet. Überall dort wo Vögel brüten, können im Prinzip auch Vogelmilben leben. In großen Mengen findet man diese Parasiten oft auf Dachböden in denen verwilderte Straßentauben leben. Regelmäßig kommt diese Milbenart auch in Hühnerställen und anderen Geflügelzuchtbetrieben vor.

Wie kann man sich vor Befall schützen?

Vor einem Befall mit diesen Parasiten kann man sich kaum schützen, da sie überall dort leben können, wo Vögel brüten. Die Milben kommen immer dann auf der Suche nach Nahrung ins Haus, wenn die Vögel das Nest verlassen haben. Dann geschieht es regelmäßig, dass auch Menschen von den Milben gestochen werden. Da die Tiere so winzig sind, stellt auch ein feinmaschiges Fliegenschutzgitter kein Problem für sie dar.

Welche Probleme verursachen diese Schädlinge?

Die Rote Vogelmilbe ist ein Hygieneschädling. Beim Blutsaugen geben die Tiere ein spezielles Sekret ab, das lokal betäubend wirkt, Gewebe zersetzt und die Blutgerinnung hemmt. Beim Menschen kann dieses Sekret einen heftigen Juckreiz auslösen. Später kann sich die gestochene Stelle auch entzünden. Außerdem ist bekannt, dass diese Parasiten gefährliche Viren übertragen können.

Wie kann man diese Schädlinge am besten bekämpfen?

Dauerhaft lassen sich Probleme mit Vogelmilben nur lösen, wenn es gelingt die Ursache für das Auftreten der Milben zu beseitigen. Dies kann zum Beispiel bedeuten verlassene Vogelnester zu entfernen oder Tauben durch bauliche Maßnahmen den Zugang zu Dachböden zu verwehren. Falls Sie Probleme mit Vogelmilben haben, sollten Sie sich an ein Schädlingsbekämpfungsunternehmen wenden, das einem Berufsverband angehört. Die Profis können genau sagen wo die Milben herkommen und wissen wie man diese Schädlinge am besten bekämpft. Auch wenn Vogelabwehrmaßnahmen nötig werden, so finden Sie hier kompetente Fachleute.