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Mehlkäfer

Tenebrio molitor

Aussehen

Der Mehlkäfer (Tenebrio molitor) ist dunkel gefärbt und wird rund zwei Zentimeter groß. Ein charakteristisches Merkmal ist eine vorspringende Wulst an den Kopfseiten, die an eine Augenbraue erinnert. Allerdings ist dieses Merkmal nur unter dem Mikroskop eindeutig zu sehen weshalb man die Bestimmung am besten einem Fachmann überlassen sollte. Die Larven des Mehlkäfers werden als Mehlwürmer bezeichnet, obwohl sie als Insektenlarven natürlich nicht zur Gruppe der Würmer gehören. Sie sind deutlich heller gefärbt als die ausgewachsenen Insekten und besitzen einen runden, langgestreckten Körperbau.

Lebensweise

Der Mehlkäfer ist in Mitteleuropa auch im Freiland zu finden, wo die Art zum Beispiel in Vogelnestern oder  Totholz vorkommt. In erster Linie tritt diese Käferart aber als Schädling an Getreideprodukten wie Mehl oder Weizenkleie auf. Der Entwicklungszyklus dauert bis zu zwei Jahre. Käfer und Larven können trockene Bedingungen sehr gut tolerieren.

Vorkommen

Es handelt sich um eine einheimische Käferart, die im Freiland oft in Vogelnestern oder in Totholz zu finden ist. Sehr häufig findet man die Käfer in Dachstühlen die von Tauben besiedelt werden, in Mühlen oder in Getreidelägern. Vermutlich ist die Art mittlerweile auf der ganzen Welt verbreitet, da sie mit Getreidelieferungen unabsichtlich verschleppt wurde. Auch ihre Verwendung als Futtertiere für verschiedene Reptilienarten hat sicherlich zu ihrer Ausbreitung beigetragen.

Wie kann man sich vor Befall schützen?

Als Privatperson kann man sich diese Vorratsschädlinge mit befallenen Getreideprodukten wie Mehl unbemerkt ins Haus holen. Auch wenn Tauben auf dem Dachboden oder unterm Dach brüten, können diese Käfer in die Wohnung gelangen. Wie bei allen vorratsschädlichen Insekten sind auch hier die hygienische Lagerung und die regelmäßige Kontrolle von Vorräten die geeignetsten Maßnahmen, um einen Befall erst gar nicht entstehen zu lassen.

Welche Probleme verursachen diese Schädlinge?

Nahrungsmittel die von diesen Vorratsschädlingen befallen werden, sollten auf gar keinen Fall mehr zubereitet bzw. verzehrt werden, da Vorräte mit dem Kot der Tiere verunreinigt werden. Die Ausbreitung von Bakterien und Schimmelpilzen ist dann meist die Folge.

Wie kann man diese Schädlinge am besten bekämpfen?

Zunächst ist es wichtig den Befallsherd zu suchen und herauszufinden auf welchem Weg die Schädlinge ins Haus gelangt sind. Hierzu und auch zur Bekämpfung der Tiere sollten Sie sich an ein Schädlingsbekämpfungsunternehmen wenden, das dem Deutschen Schädlingsbekämpfer Verband (DSV) oder dem Verein zur Förderung ökologischer Schädlingsbekämpfung (VföS) angehört. Die Mitglieder dieser beiden Verbände, verfügen über die notwendige Erfahrung und wissen wie man Mehlkäfer am besten bekämpfen kann.

Bei den hier zur Verfügung gestellten Informationen handelt es sich um eine Kundeninformation der Berufsverbände Deutscher Schädlingsbekämpfer-Verband e.V. (DSV) und Verein zur Förderung ökologischer Schädlingsbekämpfung e.V. (VföS).

Die Urheberrechte für Texte und Fotos liegen bei Dr. Martin Felke. Ein Weiterverkauf der Schädlings-Steckbriefe ist nicht gestattet.