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Hausmarder

Martes foina

Hausmarder sind in Städten und Dörfern sehr häufig
Dieser Hausmarder hat sich in einer Astgabel verfangen

Aussehen

Der Hausmarder (Martes foina) oder auch Steinmarder genannt, gehört zur Gruppe der Raubtiere, was man leicht an seinem Gebiss mit den langen Eckzähnen erkennen kann. Die Fellfärbung des Hausmarders ist graubraun. Auffällig ist ein weißer, meist gegabelter Kehlfleck. Männchen werden mit einer Kopfrumpflänge von 40 bis 52 cm und einem Gewicht zwischen einem und zwei Kilogramm etwas größer und auch schwerer als die Weibchen, die eine Kopfrumpflänge von 37 bis 48 cm und ein Gewicht von 700 bis 1.700 g erreichen. Der buschig behaarte Schwanz der Tiere ist ungefähr halb so lang wie der restliche Körper.

Lebensweise

Hausmarder sind sehr anpassungsfähig und gelten als typische Kulturfolger. Selbst Großstädte bieten den nachtaktiven Mardern einen idealen Lebensraum. Sie bewohnen aber auch landwirtschaftlich genutzte Gegenden und Wälder. Die Tiere fressen Mäuse, Singvögel, Eier, Insekten, Obst und Getreide. Im Lauf des Jahres kann der Anteil von pflanzlicher und tierischer Nahrung stark schwanken. Meist werden zwischen Anfang März und Ende April durchschnittlich drei Jungtiere geboren. Das Weibchen säugt die Jungen 8 bis 10 Wochen lang. Im Alter von knapp einem halben Jahr verlassen die Jungen das Revier ihrer Mutter. Hausmarder sind fast ausschließlich nachtaktiv. Tagsüber schlafen die Tiere unter anderem in Reisighaufen, Brennholzstößen, Dachböden, Scheunen oder Gartenhütten. Sie besetzen stabile Reviere mit festgelegten Grenzen.

Vorkommen

Die Art ist von der Iberischen Halbinsel im Westen bis nach Ostasien verbreitet. In Deutschland kommt der Hausmarder flächendeckend vor. Besonders häufig sind die Tiere in Städten und Dörfern.

Wie kann man sich vor Befall schützen?

Um zu verhindern, dass die Tiere auf Dachböden gelangen können, müssen Einschlupflöcher so verschlossen werden, dass sich die schlanken Marder nicht hindurchzwängen können. Damit die Tiere nicht in den Motorraum von geparkten Autos eindringen, kann man einen mit Draht bespannten Holzrahmen unter das
Auto legen. Im Handel werden zudem verschiedene Präparate angeboten, die Hausmarder durch ihren unangenehmen Geruch vertreiben sollen. Inwieweit diese Produkte effektiv sind ist umstritten.

Welche Probleme verursachen diese Schädlinge?

Tiere, die sich in Dachböden einquartiert haben, sorgen vor allem nachts für eine erhebliche Lärmbelästigung. Direkte Schäden richten Hausmarder an, wenn sie Gummi- und Kunststoffbauteile im Motorraum von abgestellten Kraftfahrzeugen kaputt beißen. Die Tiere können außerdem Krankheiten wie Tollwut oder Hirnhautentzündung und Parasiten wie Bandwürmer oder Saugwürmer auf Menschen und Haustiere übertragen. Daher gilt die Art als Hygiene- und Materialschädling.

Wie kann man diese Schädlinge am besten bekämpfen?

Hausmarder unterliegen dem Jagdrecht und dürfen daher geschossen und mit einer Falle gefangen werden. Hierbei müssen allerdings die jagdrechtlich vorgeschriebenen Schonzeiten eingehalten werden. Um die Tiere jagen oder fangen zu können, benötigt man spezielle Sachkundenachweise (Jagdschein bzw. Fallenschein). Da die Bekämpfung durch diese verschiedenen Auflagen erschwert ist, beschränkt man sich in der Regel darauf Hausmarder zu vertreiben und auszusperren. Sollten Sie Probleme mit Mardern haben, so ist ein professioneller Schädlingsbekämpfer die beste Anlaufstelle. Unternehmen, die Berufsverband angehören, wissen welche Maßnahmen sinnvoll sind und kennen sich auch mit den rechtlichen Aspekten der Marderbekämpfung aus.