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Hausbock

Hylotrupes bajulus

Aussehen

Der Hausbock (Hylotrupes bajulus) ist ein braunschwarzer bis schwarzer Käfer mit auffallend langen Fühlern (s. Abb. 1). Die Männchen können maximal 16 und die Weibchen sogar bis zu 21 mm lang werden. Die weißlichen Larven fressen Gänge in Nadelholz und werden bis zu 25 mm lang (s. Abb. 2). Ist Holz mit dem Hausbock befallen so findet man das feine Fraßmehl, das die Larven produzieren, oft auf dem Fußboden. Die fertigen Käfer verlassen die Fraßgänge der Larven durch ovale Ausfluglöcher, die eine Größe von 3 x 7 (10) mm haben können.

Lebensweise

Die Käfer schlüpfen im Hochsommer und leben nur 3 bis 4 Wochen. Direkt nach der Begattung legt das Weibchen bis zu 1.000 Eier in Rissen und Spalten von totem (auch verbautem!) Nadelholz ab. Die Larven fressen immer größere Gänge durch das Holz – Larven, die kurz vor der Verpuppung stehen, können Fraßgänge von bis zu 12 mm Durchmesser hinterlassen. Gut zu hören sind dann meist auch die Fraßgeräusche der Larven. Die Entwicklung bis zum Käfer dauert sehr lange. Ist der Nährstoffgehalt des befallenen Holzes gering, so können von der Eiablage bis zum Schlupf der Käfer bis zu 10 Jahre vergehen.

Vorkommen

Der Hausbock ist in ganz Deutschland verbreitet. Natürlicherweise lebt diese Käferart in Nadelwäldern. Leider befallen die Käfer aber auch verbautes Holz und treten regelmäßig im Dachgebälk von Häusern auf.

Wie kann man sich vor Befall schützen?

Da der Hausbock bei uns weit verbreitet ist und überall dort vorkommen kann wo es Nadelbäume gibt passiert es leicht, dass die Tiere ihre Eier auch an verbautem Holz ablegen. Holz, das gegen Schadinsekten imprägniert wurde, wird von diesem Holzschädling aber normalerweise nicht befallen.

Welche Probleme verursachen diese Schädlinge?

Der Hausbock ist ein gefährlicher Materialschädling, der regelmäßig in Häusern vorkommt. Besiedelt wird vor allem nicht imprägniertes Nadelholz. Von einem Befall ist daher vorwiegend das Dachgebälk älterer Gebäude betroffen. Wenn ein Befall erst nach Jahren durch das Auftreten von Fluglöchern bemerkt wird, können diese Schädlinge schon einen massiven Schaden verursacht haben.

Wie kann man diese Schädlinge am besten bekämpfen?

Um diese Schädlinge zu bekämpfen können entweder Kontaktinsektizide oder hohe Temperaturen nach dem Heißluft Verfahren eingesetzt werden. Schon allein aufgrund des notwendigen Equipments sollte man Bekämpfungsmaßnahmen unbedingt von einem Fachmann durchführen lassen. Schädlingsbekämpfungsunternehmen, die einem Berufsverband angehören, kennen sich im Bereich Holz- und Bautenschutz bestens aus, können Sie fachmännisch beraten und entscheiden, welches Verfahren im Einzelfall am sinnvollsten eingesetzt werden sollte.

Bei den hier zur Verfügung gestellten Informationen handelt es sich um eine Kundeninformation der Berufsverbände Deutscher Schädlingsbekämpfer-Verband e.V. (DSV) und Verein zur Förderung ökologischer Schädlingsbekämpfung e.V. (VföS).

Die Urheberrechte für Texte und Fotos liegen bei Dr. Martin Felke. Ein Weiterverkauf der Schädlings-Steckbriefe ist nicht gestattet.